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Kratom-Kompass

Ratgeber

Kratom-Entzug: Symptome, Verlauf und wo Sie Hilfe finden

Wer Kratom regelmäßig verwendet und aufhört, kann Entzugserscheinungen bekommen. Das ist gut dokumentiert – und es gibt Hilfe.

Stand: · 5 Min. Lesezeit

Hände halten eine Tasse Tee am Küchentisch

Welche Symptome auftreten können

In einer Untersuchung mit 293 regelmäßigen Kratom-Nutzern in Malaysia (Singh et al., 2014) wurden beim Absetzen folgende Beschwerden berichtet:

Körperlich: Muskelkrämpfe und -schmerzen, Schlafstörungen, tränende Augen und laufende Nase, Hitzewallungen, Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall.

Psychisch: Unruhe, Anspannung, Wut, Traurigkeit, Nervosität.

Wie stark und wie lange

Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt den Entzug nach Kratom als in der Regel mild und milder als nach Morphin. Wie stark er ausfällt, hängt von Menge, Dauer und Häufigkeit des Gebrauchs ab. Belastbare Studien zur genauen Dauer gibt es kaum; viele Betroffene berichten, dass die stärksten körperlichen Beschwerden nach einigen Tagen nachlassen, Schlafprobleme und Unruhe aber länger anhalten können.

Anders bei 7-OH: Konzentrierte 7-OH-Produkte verursachen laut FDA körperliche Abhängigkeit und Entzugserscheinungen, wie sie von klassischen Opioiden bekannt sind. Wer solche Produkte regelmäßig verwendet hat, sollte das Absetzen ärztlich begleiten lassen. Siehe Was ist 7-OH?

Was beim Aufhören hilft

  • Nicht allein. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt – offen über Menge und Dauer. Das ist eine medizinische Frage, keine moralische.
  • Beratungsstellen. Suchtberatungsstellen beraten kostenlos und vertraulich, auch Angehörige.
  • Keine Ersatzmischungen. Entzugsbeschwerden mit Alkohol, Schlafmitteln oder anderen Substanzen zu „dämpfen“, ist gefährlich.
  • Genug trinken und essen. Bei Durchfall und Schwitzen geht viel Flüssigkeit verloren.

Sucht & Drogen Hotline: 01806 313031 – anonym, bundesweit, rund um die Uhr (0,20 € pro Anruf).
Im Notfall: 112.

Häufige Fragen

Kratom-Entzug: Dauer – wie lange dauert er?

Belastbare Studien zur genauen Dauer gibt es kaum. Viele Betroffene berichten, dass die stärksten körperlichen Beschwerden nach einigen Tagen nachlassen, während Schlafprobleme und Unruhe länger anhalten können. Wie stark und wie lange, hängt von Menge, Dauer und Häufigkeit des Gebrauchs ab. Nach konzentrierten 7-OH-Produkten kann der Entzug dem klassischer Opioide ähneln.

Wo finde ich Hilfe beim Kratom-Entzug?

Bei Hausärztin oder Hausarzt, in Suchtberatungsstellen und bei der Sucht & Drogen Hotline 01806 313031. Im Notfall 112.

Quellen

  1. Singh et al., Drug and Alcohol Dependence 2014 (2014)
  2. WHO – 44th ECDD, Pre-Review Kratom (2021)
  3. FDA – 7-OH Assessment (2025)
  4. Sucht & Drogen Hotline